Zahnimplantate

Was sind Zahnimplantate?

Aufbau Implantat
Bild mit freundlicher Genehmigung von www.implantate.com

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, mit meist schraubenförmigem oder zylindrischem Design. Sie werden in den Kieferknochen eingepflanzt, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen.
Zahnimplantate übernehmen die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln. Direkt mit dem Knochen verwachsen, tragen sie Zahnersatz wie Kronen und Brücken, oder können herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern.

Zahnimplantate werden seit etwa 60 Jahren eingesetzt und sind seit längerem als gesicherte Therapieform anerkannt. Betrachtet man die vergangenen 20 Jahre, so liegt die Erfolgsquote mittlerweile bei über 95%.

In Deutschland werden derzeit jedes Jahr rund 200.000 Zahnimplantate eingesetzt, Tendenz steigend. Fast alle Zahnimplantate bestehen heute aus Titan, einem hochreinen Metall, das besonders gewebefreundlich („biokompatibel“) ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet („Osseointegration“).

Einsatzmöglichkeiten Zahnimplantate

Zahnimplantate können verloren gegangene Zähne ersetzen. Verschiedene Einsatzmöglichkeiten bieten sich an:

  1. Zum Ersatz einzelner, fehlender Zähne (Einzelzahnlücke)
  2. Zum Ersatz mehrerer hintereinander fehlender Zähne (Schaltlücke)
  3. Zum Ersatz mehrerer fehlender Zähne in einer Kieferhälfte (Freiendlücke)
  4. Zum Ersatz aller fehlenden Zähne in einem Kiefer (zahnloser Kiefer)

Bilder 1 und 2 mit freundlicher Genehmigung der Firma Strauman
Bilder 3 und 4 mit freundlicher Genehmigung von www.implantate.com

Zahnersatz

Der Zahnersatz, der sich auf den Zahnimplantaten abstützt, kann fest sitzend sein (z.B. implantatgetragene Kronen oder Brücken)

Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.implantate.com

oder abnehmbar (implantatgetragene Teil-/Vollprothesen)

Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.implantate.com

Voraussetzungen / Risiken

Grundsätzlich sollte ein Patient gesund und für eine Implantation geeignet sein. Es gibt gewisse gesundheitliche Risiken, die eine Implantation gefährden können. Dazu gehören

Weiterhin können Alltäglichkeiten, wie etwa übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss, sowie eine unzureichende Mundhygiene die Implantatversorgung dauerhaft gefährden.
Heutzutage sind die gesundheitlichen Risiken jedoch meist gut kontrollier- und kalkulierbar, so dass eine Implantation auch im hohen Alter noch möglich ist.
Um eine künstliche Zahnwurzel eingliedern zu können muss ein qualitativ und quantitativ ausreichendes Knochenangebot zur Verfügung stehen. Ist dieses nicht ausreichend vorhanden, kann in vielen Fällen der Knochenbereich im Vorfeld oder simultan mit der Implantation aufgebaut werden. Verschiedenste Verfahren kommen hierbei zum Einsatz:

Zu Sinusliftoperation: Hierbei ist es möglich, in die Kieferhöhle hinein zu implantieren. Dazu wird ein Zugang zur Kieferhöhle von der Seite aus (innerhalb der Mundhöhle oberhalb des Kieferkammes) geschaffen (Fensterung). Anschließend kann die Schleimhaut, die den Boden der Kieferhöhle auskleidet, vom Boden abgelöst und vorsichtig nach oben geschoben werden. Dann wird die Bohrung für das Implantat durchgeführt und das Implantat an die geplante Stelle eingesetzt. Das Implantat ragt nun mit seiner “Wurzelspitze” bis in die Kieferhöhle. Die Schleimhaut legt sich nun an das Implantat an. die Hohlräume werden komplett ausgefüllt mit Knochenersatzmaterial, vermischt mit Eigenknochenspänen aus der Bohrung für das Implantat. Die Fensterung wird abgedeckt mit einer Membran, damit die Situation störungsfrei abheilen kann. Die Einheilzeit für diese Situation beträgt 4 - 6 Monate.

Für diese Vorgehensweise benötigt man eine Restknochenstärke des Kieferknochens von 3-4 mm. Sollte dieses Knochenangebot nicht mehr vorhanden sein, müsste man das Auffüllen der Kieferhöhle in einem separaten ersten Schritt ohne Implantation durchführen und könnte dann nach dessen Abheilung in die neu geschaffene Situation ein Implantat platzieren.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.implantate.com

Weiterführende Informationen

Für weiterführende und noch viel ausführlichere Informationen gibt es eine hervorragend gestaltete Website. Auf www.implantate.com werden Sie zu vielen Fragen auch zu Nachbarthemen Antworten finden. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung.