Zähne bleichen

Verfärbte Zähne lassen sich - je nach Ursache - mit unterschiedlichen Verfahren aufhellen. Dieses wird als Bleichen bzw. Aufhellen bezeichnet. Hierfür werden fast ausschließlich Mittel verwendet, die durch Abspaltung von Sauerstoff von anorganischen Farbstoffmolekülen eine Aufhellung bewirken sollen.

Darüber hinaus wird diskutiert, dass die Bleichmittel verfärbte organische Bestandteile aus der Zahnhartsubstanz lösen können. Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten von verfärbten Zähnen gesprochen - von aussen oder von innen - und daraus resultieren zwei Verfahren zur Zahnaufhellung: Äußere Zahnverfärbungen sind als Auflagerungen auf der Zahnoberfläche zu verstehen. Sie entstehen z.B. durch den Genuss von Tabak, Rotwein, Kaffee oder Tee. Eine altersbedingte dunklere Farbe der Zähne gegenüber einem jugendlichen Zahn ist als Lauf der Natur zu bezeichnen.

Äußere Zahnverfärbungen lassen sich meist mittels einer Intensivreinigung (Professionelle Zahnreinigung PDF, 918KB) in einer prophylaktisch ausgerichteten Zahnarztpraxis unter Einsatz von Pulver-Wasserstrahlgeräten und Polierpasten beseitigen. Generalisiert verfärbte Zähne, die dadurch nicht “sauberer” werden, können eventuell mit einer Bleichtherapie behandelt werden.

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Beim “externen Bleaching” wird ein Carbamidperoxid-Gel in eine speziell für das Patientengebiß hergestellte Trägerschiene gefüllt und abends für mind. zwei Stunden oder über Nacht getragen.
Es sollten immer individuell angefertigte Medikamententräger verwendet werden, damit die benutzte Menge an Gel möglichst gering gehalten wird.

Erste deutliche Aufhellungen bei Anwendungen dieser Gele können nach ca. acht bis zehn Tagen beobachtet werden.
Insgesamt sollte die Anwendung vier bis sechs Wochen nicht überschreiten. Nebenwirkungen, wie leichte Schleimhautirritationen oder Überempfindlichkeiten der Zähne sind normalerweise nur vorübergehender Natur und können bei Auftreten durch einfache zahnärztliche Therapeutika wieder beseitigt werden.
Dem gegenüber steht die Therapie innerer Verfärbungen meist nur einzelner Zähne. Es sind meist tote Zähne, die sich nach einer gewissen Zeit nach einer Wurzelbehandlung dunkler Färben können. Generell gilt: je genauer und sauberer eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde desto seltener entstehen innere Verfärbungen.

Hierbei wird eine spezielle Paste in den wieder zu öffnenden Zahn eingelegt und unter ständiger Kontrolle des Zahnarztes ein bis drei Wochen belassen. Danach erfolgt die erneute Deckfüllung für den Zahn. In bestimmten Fällen ist jedoch auch hierbei kein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Dann sollte eventuell über eine Versorgung des/der Zahnes/Zähne mit Kronen (Zahnersatz) oder Keramikverblendschalen, sog. “Veneers” (siehe Zahnästhetik) nachgedacht werden. Generell sollte zur Vermeidung von Komplikationen die Durchführung von Aufhellungstherapien in den Händen des Zahnarztes bleiben.