Verwendete Materialien

Wenn Zähne kariös geworden sind, müssen die behandelten Stellen, an denen die Karies entfernt worden ist, gefüllt werden.

Haltbarkeit, Aussehen und Verträglichkeit sind die drei Schlüsselüberlegungen bei der Wahl des Füllungsmaterials.

Amalgam

Das von der gesetzlichen Krankenkasse erstattete Material ist Amalgam. Wenn man weiß, wann diese Erstattung einmal festgelegt worden ist – nämlich in den 60er Jahren - kann man erahnen, wie der Stand der Wissenschaft damals war und wie wenig die Erstattungssystematik der Krankenkassen sich an die Entwicklung zahnmedizinischen Fortschritts angepasst hat.

Amalgam ist ein Material, das sehr stabil ist. Deshalb ist es jahrzehntelang zum Einsatz gekommen.

In vielen Studien wurde darum gerungen herauszufinden, ob die Nutzung von Amalgam Gesundheitsrisiken nach sich zieht. Wir können den Richtungsstreit der wissenschaftlichen Studien nicht entscheiden, weil es Studien pro und contra zur Verwendung von Amalgam in der Zahnarztpraxis gibt. Wir wissen jedoch aus unserer Praxis, dass Patienten zu uns kommen, um alte Amalgam-Füllungen entfernen zu lassen, weil sie im Zusammenhang mit Quecksilberbelastungen stehen.

Die Amalgam-Füllung ist in Deutschland als Füllungsmaterial zugelassen. Wir verwenden in unserer Praxis kein Amalgam, weil es attraktivere und weniger gesundheitsschädigende Alternativen gibt.

Die Einlagefüllung / Inlay

Einlagefüllungen sind die perfekte Basis, um einen kariösen Zahn wieder komplett restaurieren, also in seinen natürlichen Ursprungszustand bringen zu können. Das Material für Einlagefüllungen besteht entweder aus Keramik, einem Material, das sich von der Härte her zum Zeitpunkt der Eingliederung in einer Endhärte befindet, oder aus einer hochgoldhaltigen Edelmetalllegierung.

Die Variante Gold-Inlay wird auch heute noch gerne verwendet, weil hier eine große Langlebigkeit erzielt wird.

Die Schlüsselfrage bei der Wahl Gold oder Keramik liegt in der Präferenz zwischen guter Funktion und/oder perfekter Ästhetik

Lange Haltbarkeit und eine hohe Belastbarkeit kennzeichnen das Goldinlay. Bei Keramikinlays ist es die perfekte Ästhetik, die diese Versorgungsform auszeichnet. Patientinnen und Patienten wählen die Variante, die aus ihrer Sicht die beste Versorgung darstellt.

Die Composite-Füllung

Composite ist neben dem Inlay heute das Füllungsmaterial der Wahl in unserer Praxis geworden.

Die seit mehreren Jahrzehnten erprobten Materialien zeichnen sich durch mehrere positiven Eigenschaften aus:

Composite-Material lässt sich so verwenden, dass wir die Form und die Farbe Ihrer eigenen Zähne nahezu naturgetreu nachmodellieren können.

Das schafft Gestaltungsmöglichkeiten, die mit anderen Füllungsmaterialien so nicht erreicht werden können. Die modernen Composite-Materialien vereinen Elastizität und Festigkeit durch ein besonderes Gemisch: kleine Nanopartikel aus Keramik sorgen für die Festigkeit der Zahnfüllungen. Der kleine Anteil an Kunststoffmaterial ist das Klebematerial, das die Keramikanteile nach der Aushärtephase zusammenhält und eine sehr gute Verarbeitbarkeit möglich macht.

Eigenschaften, die es ermöglichen, das Material in Schichten in den eröffneten Zahn einbringen zu können, sowie schichtweise auszuhärten, damit nur geringe Schrumpfverluste beim Aushärten entstehen.

Eine sehr gute Vorgehensweise, weil bei den letzten Schichten dann auch noch Farbvariationen möglich gemacht werden, die eine chamäleonartige Anpassung an Ihren natürlichen Zahnschmelz herbeiführen.

Composite-Füllungen sind jeweils kleine Kunstwerke mit einer durchaus sehr schönen Ästhetik. Durch die Kunststoffanteile in den Füllungen, die sich irgendwann unter Kaudruck verändern, sprechen wir von einer mittleren Haltbarkeit. Irgendwann müssen diese dann wieder ausgetauscht werden.

Dafür sind sie deutlich preiswerter als die Einlagefüllung.