Antimikrobielle Photodynamische Therapie

Seit einigen Jahren steht der Zahnärzteschaft eine neue Technik zur Bakterienbekämpfung zur Verfügung. Ohne Nebenwirkungen oder Risiken können mit Hilfe der antimikrobielle Photodynamischen Therapie (aPDT) bakteriell verursachte Entzündungen minimalinvasiv und schmerzfrei therapiert werden.

Haupteinsatzgebiete in der Zahnmedizin sind:

Photodynamische Therapie

Wirkungsweise

Die Basis der therapeutischen Wirksamkeit liegt in der Eigenschaft mancher Verbindungen, Lichtenergie zu absorbieren, auf Sauerstoffmoleküle zu übertragen und dadurch hochaggressive, zelltoxische Sauerstoffspezies zu bilden. An den Wirkort (Zahnfleischtasche oder Wurzelkanal) wird ein blaues Gel appliziert, das genau diese Verbindungen enthält (Photosensibilisator). Diese binden sich an die Zielzelle und werden dann mit Licht einer passenden Wellenlänge aktiviert. Dadurch entsteht Singulettsauerstoff und andere hochreaktive Sauerstoffspezies. Es kommt zur Schädigung der Zellmembran oder der Zellwand und die Bakterienzelle stirbt ab.

Vorgehen

  1. Der Wirkort wird mit einem blauen Gel, das des Botenstoff „Photosensibilisator“ enthält, überlagert
  2. Einsatz der laserartigen Lampe zur Belichtung und somit Aktivierung des Botenstoffes für 10 – 30 Sek. in der Tiefe der Tasche oder im Wurzelkanal
  3. Gründliches Ausspülen des blauen Botenstoffes aus dem Arbeitsbereich mit Kochsalzlösung
  4. Absprühen der Umgebung

In unserer Praxis arbeiten wir mit dem „FotoSan“-System der Firma „cms-dental“ aus Schweden.

Foto San